Deutschland startet formale Bewertung des GlüStV 2021 vor der Frist Ende 2026
Geschrieben von Alex Perry · 1.8.2026

Deutschland startet formale Bewertung des GlüStV 2021 vor der Frist Ende 2026

Deutschland tritt in eine formale Evaluierungsphase des Glücksspielstaatsvertrags 2021 ein, wobei eine vorgeschriebene Überprüfung vor dem 31. Dezember 2026 ansteht, während die restriktiven Rahmenbedingungen des Vertrags einschließlich der Einzahlungslimits von einem Euro und weiterer seit Juli 2021 geltender Regeln unter die Lupe genommen werden.
Hintergründe zur Evaluierung des GlüStV 2021
Die 16 Bundesländer koordinieren diesen Prozess gemeinsam mit der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, die als zentrale Aufsichtsinstanz fungiert und technische sowie rechtliche Aspekte des Vertrags prüft. Experten haben festgestellt, dass die bestehenden Regelungen die Wettbewerbsfähigkeit des regulierten Marktes beeinträchtigen und die Kanalisierung zu legalen Anbietern schwächen, was zu einer detaillierten Analyse der Auswirkungen führt. Beobachter notieren, dass seit Inkrafttreten im Jahr 2021 Daten zu Marktanteilen und Spielerverhalten vorliegen, die nun systematisch ausgewertet werden, während die Behörden den Status quo mit den ursprünglichen Zielen des Vertrags abgleichen.
Die Rolle der GGL und der Bundesländer bei der Prüfung
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder übernimmt die Federführung bei der Koordination mit allen 16 Ländern, wobei regelmäßige Abstimmungen stattfinden, um einheitliche Bewertungskriterien zu entwickeln. Forscher und Analysten haben in diesem Zusammenhang Zahlen zusammengetragen, die zeigen, wie Einzahlungslimits und weitere Restriktionen den legalen Markt unter Druck setzen, sodass eine Anpassung der Rahmenbedingungen diskutiert wird. Behördenvertreter führen technische Reviews durch, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein müssen, und dabei fließen Erkenntnisse aus der Praxis der Glücksspielaufsicht ein, während parallele Berichte aus den Ländern ein Gesamtbild ergeben.
Im August 2026 laufen die Vorbereitungen für die abschließenden Berichte auf Hochtouren, da die Frist näher rückt und detaillierte Datenanalysen erforderlich sind, um fundierte Entscheidungen vorzubereiten. Die Überprüfung konzentriert sich auf Aspekte wie die Wirksamkeit der Kanalisierung, wobei Statistiken belegen, dass ein Teil der Spielaktivität auf nicht regulierte Angebote ausweicht, und dies führt zu einer genauen Betrachtung der Wettbewerbsdynamik im deutschen Markt.

Auswirkungen der restriktiven Rahmenbedingungen seit 2021
Seit Juli 2021 gelten im Rahmen des GlüStV 2021 unter anderem strenge Einzahlungslimits von einem Euro pro Spiel, die zusammen mit weiteren Vorgaben die Struktur des legalen Angebots prägen. Daten aus dem Markt zeigen, dass diese Maßnahmen die Attraktivität regulierter Plattformen verringern, während illegale Anbieter von der Situation profitieren und die Kanalisierung zu lizenzierten Operatorn erschwert wird. Analysen der Behörden haben ergeben, dass Wettbewerbsnachteile entstehen, weil internationale Standards in anderen europäischen Ländern flexiblere Modelle erlauben, sodass deutsche Anbieter im direkten Vergleich zurückfallen. Die Evaluierung berücksichtigt diese Entwicklungen, indem sie bestehende Regelwerke mit aktuellen Marktstatistiken abgleicht und mögliche Anpassungen prüft, die vor der Dezemberfrist 2026 vorgestellt werden sollen.
Zeitplan und nächste Schritte bis Ende 2026
Der formale Bewertungsprozess läuft bereits und umfasst mehrere Phasen, in denen technische Gutachten, Marktdaten und Rückmeldungen aus den Bundesländern zusammenfließen. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder organisiert Workshops und Konsultationen, um alle relevanten Stakeholder einzubeziehen, während die Ergebnisse in einem Gesamtbericht münden, der vor dem 31. Dezember 2026 vorliegen muss. Beobachter haben darauf hingewiesen, dass dieser Zeitrahmen ausreicht, um umfassende Analysen durchzuführen, und dass die Koordination zwischen Bund und Ländern dabei eine zentrale Rolle spielt. Statistiken zu Spielerströmen und Umsätzen fließen in die Bewertung ein, sodass fundierte Empfehlungen für die Zukunft des Vertrags entstehen können.
Fazit
Die laufende Evaluierung des GlüStV 2021 markiert einen wichtigen Meilenstein für den deutschen Glücksspielmarkt, da die Behörden bis Ende 2026 eine umfassende Bestandsaufnahme liefern. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder führt diesen Prozess in enger Abstimmung mit den 16 Bundesländern durch und berücksichtigt dabei die Auswirkungen der seit 2021 geltenden Regelungen auf Wettbewerb und Kanalisierung. Daten und Analysen bilden die Grundlage für die abschließenden Erkenntnisse, die rechtzeitig vor der gesetzlichen Frist bereitstehen werden.